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Finnland

Bremst Vitaminmilch Diabetes aus?

24.10.2013

In Finnland geht die Zahl der Neuerkrankungen mit Typ-1-Diabetes bei Kindern zurück. Forscher legen die Vermutung nahe, dass es einen Zusammenhang mit der mit Vitamin D angereicherten Milch gibt. In Finnland dürfen Milchprodukte, die mit Vitamin D angereichert sind - anders als in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern - seit 2003 frei verkauft werden.

Über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren haben Wissenschaftler von der Universität Helsinki die Entwicklung der Typ-1-Diabetes-Inzidenz bei finnischen Kindern unter 15 Jahren verfolgt. Ihren Berichten zufolge, stieg die Zahl der neu entdeckten Fälle zwischen 1980 und 1988 zunächst leicht, danach bis zum Jahr 2005 deutlich stärker um etwa 3,6 Prozent pro Jahr an. Danach überrascht ein plötzlicher Knick in der Kurve im Jahr 2005: Hier geht der Anstieg abrupt in ein annäherndes Plateau über, das bis zum Auswertungsende 2011 anhält (JAMA 2013; 310 (4): 427-428).

Nach Ansicht von Harjutsalo und Kollegen lässt der beobachtete Anstiegsstopp sich nicht damit erklären, dass es in letzter Zeit etwa weniger dicke Kinder gebe. Die Zahl der übergewichtigen und adipösen Kinder und Jugendlichen ist in Finnland in den letzten Jahren sogar noch gestiegen. Ebenso wie Enterovirusinfektionen, denen ebenfalls eine Rolle in der Pathogenese des Typ-1-Diabetes zugeschrieben wird. Die Zahl dieser Infektionen hat sich zwischen 2006 und 2010 verzehnfacht.

Als Ursache für die Trendwende vermuten die Autoren vielmehr die Einführung Vitamin-D-angereicherter Milchprodukte.  Bevor nicht weitere Studien, auch aus anderen Ländern, vorliegen, bleibt der Zusammenhang jedoch ungeklärt.

Die Forscher konnten nicht ausschließen, dass sich die klinische Manifestation des Typ-1-Diabetes nur in höhere Altersgruppen verschoben hat. Daten zu Jugendlichen und Erwachsenen über 15 Jahre liegen nicht vor.

(Aerztezeitung-online 14.1013)