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Diabetes und Depressionen

20.03.2014

Depressionen und Diabetes können einander bedingen. Auf diese wechselseitige Beziehung zwischen den beiden Erkrankungen hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hingewiesen. So leiden rund zehn Prozent der Patienten mit Diabetes unter Depressionen. Auf der anderen Seite entsteht im Verlauf einer Depression häufig ein Typ 2-Diabetes.

Viele Menschen mit Diabetes fühlen sich durch feste Ernährungsregeln, häufige Blutzuckerkontrollen und die Behandlung mit Medikamenten gestresst.
Hinzu kommen mitunter psychische Belastungen aufgrund von körperlichen Beschwerden, die sich aus den Folgeschäden für Herz und Blutgefäße, Nieren, Augen und Nervensystem ergeben.
„Ein Leben mit Diabetes kann völlig normal verlaufen, doch wir dürfen nicht unterschätzen, welche Lasten viele Menschen damit tragen“, so Erhard Siegel, Präsident der DDG. Die Rate der Depressionspatienten sei unter Diabetikern daher doppelt so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung.
„Dadurch wird es für viele Menschen noch schwerer, mit Diabetes umzugehen und auch die Behandlung wird dadurch oftmals schwieriger“, warnt Andreas Fritsche, Pressesprecher der DDG. Die Depression raube vielen Patienten die Lebensenergie und erschwere das ohnehin komplexe Diabetes-Selbstmanagement.

Hinzu komme, dass Stress den Blutzucker erhöhe, erläutert das Deutsche Ärzteblatt. Denn in Stresssituationen setze die Nebennierenrinde größere Mengen des Hormons Cortisol frei, das den Blutzuckerspiegel ansteigen lasse. Alle diese Faktoren könnten, laut Fritsche dazu führen, dass eine Depression die Blutzuckereinstellung verschlechtert. Es sei deshalb sehr wichtig, eine Depression rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu behandeln.

Die Fachgesellschaft rät Diabetikern bei Anzeichen einer Depression therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Dabei ist zu beachten, dass viele Antidepressiva die Diabetessituation zusätzlich verschlechtern können. Hausärzte und Psychiater, die Menschen mit Depressionen behandelten, sollten daher bei ihren Patienten regelmäßig den Blutzucker kontrollieren, um einen Diabetes frühzeitig zu erkennen. (vgl.aerzteblatt.de)