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20 Gene als Diabetesgene bestätigt

Neue Einblicke in die Diabetesentstehung

24.07.2014

Massives Übergewicht erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes. Doch nicht jeder, der zuviel auf die Waage bringt wird zuckerkrank. Eine große Rolle spielen auch unsere Erbanlagen, die uns mehr oder weniger empfänglich für die Erkrankung machen. Welche Genvarianten im Einzelnen hierfür eine Rolle spielen, ist jedoch noch wenig erforscht. Ein Wissenschaftlerteam um Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat nun durch den Vergleich zwischen Mensch und Maus 20 Gene als Diabetesgene bestätigt und funktionell eingeordnet.  „Unsere Ergebnisse bestätigen damit nicht nur die Relevanz einiger menschlicher Gene für den Typ-2-Diabetes. Sie liefern auch eine überschaubare Liste von Genen, die man sich nun in Human- und Mausstudien genauer anschauen kann“ sagt Studienleiterin Annette Schürmann. Letztere seien von entscheidendem Vorteil, denn mit ihnen könne man die Genfunktionen und die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen unter kontrollierten Bedingungen erforschen, so Schürmann weiter. Am Menschen seien solche Studien oft aus ethischen sowie auch aus praktischen Gründen nicht möglich. „Wie unsere Untersuchungen zeigen, spielen vier der untersuchten Gene für die Regenerationsfähigkeit und das Wachstum der Beta-Zellen eine Rolle und könnten darüber entscheiden, ob ein Diabetes ausbricht oder nicht“, ergänzt Oliver Kluth, Erstautor der Studie. „Die weitere Aufklärung der zellulären Funktion der bestätigten Diabetesgene gibt nicht nur einen tiefen Einblick in die Entstehungsmechanismen der Erkrankung, sondern wird uns auch zu neuen Strategien der Diabetesprävention und -therapie führen“, ergänzt Hans-Georg Joost, ehemaliger wissenschaftlicher Direktor des DIfE und Koautor der Studie.

(Quelle: www.idw-online.de/ weitere Infos: http://www.dzd-ev.de.)