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Therapiemöglichkeiten bei Diabetes

Basistherapie (Ernährung und Bewegung)
Basis jeder Diabetes-Behandlung sollte eine Schulung und Ernährungsberatung sein. Darüber hinaus ist ausreichende Bewegung  erforderlich im Rahmen dessen, was für den Patienten möglich ist, um den Stoffwechsel günstig zu beeinflussen.
Die Umstellung der Ernährung und mehr Bewegung können für Typ-2-Diabetiker bereits effektive Mittel sein, um Blutzuckerwerte wieder in den Griff zu bekommen

Therapie mit oralen Antidiabetika
Wenn die Blutzuckerwerte sich durch eine solche Umstellung allein dennoch nicht normalisieren, werden orale Diabetika eingesetzt. Hierzu gehören verschiedene Medikamente in Tablettenform. So z.B. die sogenannten Glucosidasehemmer wie Acarbose, die den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach einer Mahlzeit verzögern, und Biguanide, die den Blutzuckerspiegel normalisieren können.
Auch Sulfonylharnstoffe wie z.B. Glibenclamid, die bewirken, dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin ausschüttet, kommen zum Einsatz. Nicht zuletzt gibt es die sogenannten Insulinsensitizer (engl.), die die Wirkung des Insulins im Körper verbessern können.

Diese Behandlungsform eignet sich ausschließlich für Typ-2-Diabetiker und kann angewendet werden, wenn die Basistherapie nicht zu einer Normalisierung der Blutzuckerwerte führt. In diesem Zusammenhang ist es jedoch wichtig zu wissen, dass die Behandlung mit Tabletten keinen Ersatz für Insulin darstellt, sondern darauf abzielt, mit anderen Wirkstoffen die Senkung des Blutzuckers oder die Wirksamkeit des körpereigenen Insulins zu fördern.

Diabetes - Insulintherapie
Für die wirkungsvolle Behandlung des Diabetes mellitus gibt es in der Insulin-Therapie drei unterschiedliche Ansätze:
1. ICT – intensivierte konventionelle Insulintherapie
2. CT – Konventionelle Insulintherapie
3. CSII – Kontinuierliche subkutane Insulin-Injektion

1. Die intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT)
Die Dosierung erfolgt in Abhängigkeit vom gemessenen Ausgangsblutzucker und der Kohlenhydratmenge, die man zu sich nehmen möchte oder genommen hat. Zu oder nach den Mahlzeiten wird ein kurz wirksames Insulin als so genanntes "Bolus-Insulin" gespritzt. Dies ermöglicht dem Patienten einen flexiblen Umgang mit Essenszeiten und unterschiedlichen Kohlehydratmengen.

Die zwei Arten von Mahlzeiteninsulinen:

a) Das Humaninsulin
- beginnt nach 30 Minuten zu wirken.
- so lange sollte mit dem Essen gewartet werden (Spritz-Ess-Abstand).
- Da die Gesamtwirkdauer ca. 4-6 Stunden andauert, müssen oft kleine Zwischenmahlzeiten eingenommen werden, um eine Hypoglykämie zu vermeiden

b)
Das kurzwirksame Analog-Insulin
- wird direkt zu jeder Mahlzeit gespritzt
- eine Wartezeit zwischen Spritzen und Essen (Spritz-Ess-Abstand) entfällt.
- Zwischenmahlzeiten sind nicht erforderlich.
- die gesamte Wirkdauer liegt bei ca. 2-3 Stunden.
- durch die schnelle Wirkung kann dieses Insulin auch nach dem Essen gespritzt werden.

Neben den Mahlzeiteninsulinen gibt es so genannte Verzögerungsinsuline. Diese werden in der Regel 1 – 2 mal Täglich injiziert und versorgen den Körper kontinuierlich über viele Stunden mit Insulin.

Vorteile der Therapie mit kurzwirksamem Analog-Insulin und Verzögerungs-Insulin (Basis-Bolus-Therapie):
- flexible Gestaltung des Alltags
- kurzfristige Korrektur von erhöhten Blutzuckerwerten
- durch das Erreichen einer guten Einstellung der Blutzuckerwerte, reduzieren sich auch die Risiken einer Folgeerkrankung.

2. Die konventionelle Insulintherapie (CT)
Unter der konventionellen Insulintherapie versteht man die Behandlung mit Mischinsulinen, die jeweils vor dem Frühstück und dem Abendessen erfolgt. Mitunter kann eine zusätzliche Injektion vor dem Mittagessen sinnvoll sein.

Vorteil:
Typ-2-Diabetiker, die einen regelmäßigen Tagesablauf haben und zu festen Zeitpunkten essen, können mit dieser Therapieform bei relativ geringem Aufwand eine gute Blutzuckereinstellung erreichen.

Nachteil:
Bei der Verwendung von Insulinmischungen ist es wichtig, die festgelegte Kohlenhydratmenge zu essen. Wird eine größere Kohlenhydratmenge konsumiert, steigen die Blutzuckerwerte an. Wird eine zu geringe Kohlenhydratmenge gegessen, sinken die Blutzuckerwerte ab.

3. Insulinpumpen-Therapie
Die Pumpe mit den programmierbaren Basalraten ahmt praktisch die ganz normale Funktion einer gesunden Bauchspeicheldrüse nach, die den ganzen Tag über kleine Dosen Insulin produziert – als Basis für den Körper.

Pumpen, Katheter, Blutzuckermessgeräte
Die Floriani-Apotheke hilft Ihnen auch bei Fragen zu Blutzuckermessgeräten, Kathetern und Zubehör. Unsere geschulten Mitarbeiter stehen Ihnen nicht nur mit einer umfassenden Auswahl an Arznei- und Hilfsmitteln zur Verfügung sondern auch mit kompetenter Beratung und nützlichen Tipps.