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Parkinson

HIRNSCHRITTMACHER ERNEUT BESTÄTIGT

06.05.2018

Parkinsonkranke zeigen eine bessere Impulskontrolle, wenn die Therapie eine Hirnstimulation umfasst, als wenn sie sich auf reine Medikamenten-Verabreichung beschränkt. Zu diesem Ergebnis kommt ein deutsch-französisches Konsortium in einer umfangreichen Studie, an der auch ein Team der Philipps-Universität beteiligt ist.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichten über die Ergebnisse der „EARLYSTIM“-Studie in der Märzausgabe der Fachzeitschrift „Lancet Neurology“.

Symptome der Parkinson-Krankheit seien durch moderne Medikamente gut zu behandeln, erläutert Professor Dr. Lars Timmermann. Die Arzneimittel bewirkten jedoch oftmals schwerwiegende Verhaltensstörungen, gerade bei jungen Patienten: Spielsucht, zu viel Lust auf Sex, Fressattacken und krankhafter Kaufrausch werden hier als Beispiele genannt. Ein Hirnschrittmacher erlaubt es, die Medikamentenverabreichung erheblich zu reduzieren.

In der aktuellen Studie sollte herausgefunden werden, ob die tiefe Hirnstimulation auch Verhaltensstörungen verringert und die Ergebnisse sprechen für sich: Verhaltensauffälligkeiten der Patientinnen und Patienten verringern sich, ohne dass diese vermehrt das gegengerichtete Verhalten zeigen, etwa Apathie, Depression oder Ängstlichkeit. „Der Erfolg einer Hirnschrittmacher-Behandlung ist immer abhängig von einer optimalen Operation“, ergänzt Professor Dr. Christopher Nimsky, der die Marburger Neurochirurgie leitet, an der solche Eingriffe vorgenommen werden. Lars Timmermann gibt außerdem zu bedenken, dass die Studien-Ergebnisse bei Patienten unter 61 Jahren erzielt worden seien. „Ob die Resultate auf alle Altersgruppen zu übertragen sind, ist in künftigen Studien zu überprüfen.“ (Quelle: www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/ hirnschrittmacher-hilft-parkinsonkranken)