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MS-Defekte reparieren

VIELLEICHT MIT STAMMZELLEN MÖGLICH

06.05.2018

Humane induzierte neurale Stammzellen können aus Hautzellen hergestellt und unbegrenzt in der Petrischale gezüchtet werden.

Die vielversprechenden Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Universitäten Cambridge und Innsbruck, die im Fachmagazin „Cell Stem Cell“ publiziert wurden, zeigen, dass die Transplantation adulter, direkt induzierter neuraler Stammzellen in die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit die Menge des Immunmetaboliten Succinat verringert.

„Succinat ist ein Signalmolekül für Makrophagen und Mikroglia, das Entzündungen verstärkt. Wir haben geschafft, durch den Einsatz von Stammzellen den Succinat-Gehalt lokal zu senken – das führt im Tiermodell zur Abmilderung der Entzündung und der damit zusammenhängenden Gehirn- und Rückenmarksschäden“, erklärt Prof. Frank Edenhofer vom Institut für Molekularbiologie der Universität Innsbruck in einer Pressemitteilung.

Helfen könnte diese Entdeckung in Zukunft Menschen, bei denen Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert wurde, so die Hoffnung der Wissenschaftler. Bei progressiven Formen der MS wird die chronische Entzündung des ZNS nämlich durch eine weitverbreitete Aktivierung von Makrophagen und Mikroglia aufrechterhalten.

Die aktuelle Arbeit der Wissenschaftler löst evtl. ein zentrales Problem der klinischen Anwendung von fremd-transplantierten neuralen Stammzellen. So waren die für die Transplantation verwendeten Gehirnstammzellen bislang nicht vom Patienten selbst, sondern aus dritter Quelle (allogen) gewonnen worden und dadurch in der Regel nicht immun-kompatibel.

Durch den Nachweis, dass humane induzierte neurale Stammzellen mit allogenen neuralen Stammzellen vergleichbar effizient sind, und die autologe Herstellung und direkte Reprogrammierung von Hautzellen des Patienten selbst in stabil expandierbare Gehirnstammzellen, wird keine negative Immunantwort ausgelöst.

(Quelle: Ärzte Zeitung online, 23.02.2018)